Wandern

Sardinien Wandern

Wan­dern am Gen­na Sila­na

Auf Sar­di­ni­en kön­nen Sie sehr schö­ne Wan­de­run­gen unter­neh­men und fas­zi­nie­ren­de Land­schaf­ten der Insel ken­nen­ler­nen. Den meis­ten Tou­ris­ten blei­ben sie ver­schlos­sen, weil die­se Regio­nen nur zu Fuß erreich­bar sind.

Etwas Aben­teu­er­lust soll­ten Sie dabei schon mit­brin­gen, denn mit Wan­de­run­gen wie im Alpen­raum oder in den deut­schen Mit­tel­ge­bir­gen sind die­se Tou­ren nicht ver­gleich­bar.
Nur weni­ge Wan­der­we­ge sind mar­kiert, man folgt meist den vor­han­de­nen Pfa­den der Hir­ten, deren Ver­lauf sich immer wie­der ändert. Oft ver­zwei­gen sich die­se Pfa­de und es ist nicht immer ganz ein­fach, die gewünsch­te Rich­tung zu hal­ten.
Weg­wei­ser sind nur ganz ver­ein­zelt vor­han­den und die ange­ge­be­nen Geh­zei­ten oft recht opti­mis­tisch unter­trie­ben.

Erfreu­li­cher­wei­se ist das Ange­bot an Wan­der­kar­ten in den letz­ten Jah­ren deut­lich umfang­rei­cher gewor­den. Auch der Kom­pass-Ver­lag bie­tet sehr schö­ne Wan­der­kar­ten-Sets von Sar­di­ni­en an. Die­se Sets sind in drei Regio­nen (Nord, Mit­te, Süd) ein­ge­teilt und ent­hal­ten jeweils 4 Kar­ten.
Eine gewis­se Hil­fe stel­len auch die in den Wan­der­füh­rern abge­druck­ten Kar­ten dar.

Wenn Sie sich also ohne einen kun­di­gen Füh­rer auf den Weg machen wol­len, ist bei vie­len Tou­ren ein guter Ori­en­tie­rungs­sinn und ein siche­rer Umgang mit Kar­te und  Kom­pass oder GPS Vorraus­set­zung.
Wei­ter ist fes­tes Schuh­werk erfor­der­lich, wobei wäh­rend der wär­me­ren Rei­se­zei­ten leich­te Wan­der­stie­fel mit sta­bi­ler Soh­le zu emp­feh­len sind.
Wich­tig ist auch ein guter Son­nen­schutz – Kopf­be­de­ckung und Son­nen­creme mit hohem Licht­schutz­fak­tor, denn es gibt auf den Tou­ren nur wenig Schat­ten.

Von Wan­de­run­gen im hei­ßen August wür­de ich wegen der Hit­ze gene­rell abra­ten. Im Früh­jahr und Herbst sind die Tem­pe­ra­tu­ren dage­gen sehr ange­nehm, aller­dings kann das Wet­ter auch mal wech­sel­haft sein. Im Win­ter müs­sen sie in den höhe­ren Lagen mit Schnee rech­nen.

Wandern - Gola su Goroppu

In der Gola Su Gor­rop­pu

Ein­kehr­mög­lich­kei­ten wie unse­re Alm­hüt­ten gibt es auf Sar­di­ni­en nicht. In den meis­ten Fäl­len wer­den Sie erst in der nächs­ten Ort­schaft etwas zum Essen und Trin­ken bekom­men. Des­halb müs­sen Sie auf län­ge­ren Wan­de­run­gen aus­rei­chend Pro­vi­ant und vor allem Was­ser mit­neh­men.
Das kann zu einer ganz ordent­li­chen Schlep­pe­rei wer­den, denn pro Tag und Per­son soll­ten min­des­tens 2 Liter Was­ser zur Ver­fü­gung ste­hen.
Auf die in den Kar­ten ein­ge­zeich­ne­ten Quel­len kön­nen Sie sich nicht ver­las­sen, denn oft sind die­se ver­un­rei­nigt oder ver­siegt.

Für wan­der­freu­di­ge Fami­li­en gibt es kür­ze­re Tou­ren, die für Kin­der gut geeig­net sind.
Zu emp­feh­len ist auf jeden Fall die Gola Su Gor­rop­pu.
Die­se bizar­re Schlucht ist mit Kin­dern ab 6 Jah­ren in einer Tages­tour zu bewäl­ti­gen. Selbst in den hei­ßen Mona­ten gibt es hier kla­re Gum­pen mit küh­lem Was­ser, in denen man baden kann.
Wei­te­re fami­li­en­freund­li­che Tou­ren sind auf der Gia­ra di Ges­tu­ri sowie auf der Hoch­ebe­ne Su Gol­go mög­lich.

Geführ­te Wan­de­run­gen wer­den von Koope­ra­ti­ven ange­bo­ten, manch­mal auch an den Ver­kaufs­bu­den für “Escur­sio­ni”, die in den Feri­en­or­ten an der Küs­te auf­ge­baut wer­den.