Fähre

GenuaGenua

Die Fähren sind das gefürchtete "Nadelöhr" einer Sardienreise. Besonders in der Hauptsaison Juli/August sind alle Schiffe restlos ausgebucht.
Während man in der Nebensaison noch auf gut Glück zum Fährhafen fahren kann, ist davon in der Hauptreisezeit dringend abzuraten. Hier hilft nur eine frühzeitige Buchung.

Die Preisgestaltung der einzelnen Gesellschaften ist sehr unterschiedlich und schwer durchschaubar. Es bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als sich auf das Datum von Hin-und Rückreise festzulegen und dann die einzelnen Anbieter zu vergleichen.
Mit etwas Glück kann man bei rechtzeitiger Buchung noch einen Sondertarif ergattern.

Inzwischen hat sich die Online-Buchung weitgehend durchgesetzt. So bietet z. B. Ocean24 - Fährverbindungen im direkten Preisvergleich.

Das Ticket kann nach erfolgter Buchung von Ihnen daheim ausgedruckt werden. Am wichtigsten ist dabei der Strichcode oben auf dem Ticket.

 

Besonders bei einer Fährpassage über Nacht ist die Buchung einer Kabine zu empfehlen. Die Fahrt im Sessel ("poltrona") ist zwar günstiger, aber so richtig bequem ist das Ganze nicht.
Einige, vor allem junge Passagiere, schlafen an Deck im eigenen Schlafsack und nutzen dafür auch die aufgestellten Liegestühle. Dabei ist zu bedenken, dass es nachts auf Deck empfindlich kalt, feucht und zugig werden kann. Andere besetzen sofort die Flure an den Treppen mit ihren Luftmatratzen. Bisher wird dies geduldet. Es ist allerdings fraglich, ob man hier wirklich zur Ruhe kommt.

Die Verpflegung auf den Schiffen ist - bei durchaus moderaten Preisen - meist von sehr guter Qualität. In der Regel hat man die Wahl zwischen Bordrestaurant, Bar oder Selbstbedienung.
Für Kinder gibt es oft einen Spielraum und einige Schiffe haben auch einen Pool an Deck, der allerdings nur auf den Tagpassagen geöffnet ist.

Die Fahrtdauer hängt dabei von der Geschwindigkeit des eingesetzten Schiffes und von der Entfernung der Häfen ab. Eine Fahrt von Genua nach Olbia dauert beispielsweise 9-10 Stunden, von Civitavecchia aus sind es nur 4-7 Stunden.

 

Häfen und Fährgesellschaften

Angefahren werden vom italienischen Festland aus die Häfen von Cagliari, Olbia, Porto Torres, Arbatax und Golfo Aranci. Natürlich ist es vorteilhaft, wenn der Hafen in der Nähe ihres Urlaubdomizils liegt. Vergleichen Sie dennoch einmal die unterschiedlichen Angebote. Mitunter können Sie viel Geld sparen, wenn Sie dafür eine etwas weitere Fahrt auf Sardinien in Kauf nehmen.
Die nachfolgende Liste der Fährgesellschaften ist nur eine Orientierung, weil sich die Routen von Jahr zu Jahr ändern können. Auch werden je nach Saison nicht alle hier aufgelisteten Häfen angefahren.

FähreTirrenia

Die Flotte wurde vor einigen Jahren durch neue Schiffe ersetzt. Tirrenia verkehrt von Genua sowie von Civitavecchia nach Porto Torres, Olbia, Arbatax und Cagliari.


Moby Lines

Es werden mehrere Sondertarife angeboten, teilweise ist auch Camping an Bord möglich. Die Linie fährt von Genua nach Olbia und Porto Torres, sowie von Livorno und Piombino nach Olbia.


Sardinia Ferries

Auch hier werden verschiedene Sondertarife angeboten. Die Schiffe fahren von Livorno, Civitavecchia und Piombino nach Golfo Aranci (nahe Olbia).


Grandi Navi Veloci

Die Schiffe zählen zu den komfortabelsten, allerdings liegt auch der Preis etwas höher als bei den anderen Linien. Die Gesellschaft gehört zur Grimaldi Group und verkehrt von Genua nach Olbia und Porto Torres.


Lloyd Sardegna SpA (Moby Lines)

Die frühere Linea dei Golfi wurde von Moby Lines übernommen und fährt von Piombino nach Olbia. Die Linie dürfte vor allem für Urlauber mit Wohnmobil interessant sein, weil auch Camping an Bord angeboten wird.

GoinSardinia (Flotta Gallura)

Die Gesellschaft wurde 2013 vom "Consorzio Operatori Turistici di Santa Teresa Gallura" gegründet.
Für die Hauptsaison wurde ein Schiff gechartert, um Touristen eine kostengünstige Überfahrt anzubieten. 70% der Plätze waren für diejenigen reserviert, die eine Unterkunft des Konsortiums (Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz) gebucht hatten.
Die restlichen 30% der Tickets konnten auch ohne gebuchte Unterkunft gekauft werden.
GoinSardinia fuhr 2014 von Livorno nach Olbia und Arbatax. Ob jemals wieder Verbindungen angeboten werden, steht noch nicht fest.


Saremar (Flotta Sarda)

Diese Fährgesellschaft gehört der Region Sardinien und verbindet hauptsächlich die vorgelagerten Inseln und Korsika mit Sardinien. Ab 2012 wurden die Linien weiter ausgebaut, um eine (vor allem preisgünstige) Alternative zu den anderen Gesellschaften anzubieten.
Verbindungen zum Festland gab es bisher nur in der Saison zwischen Civitavecchia und Olbia sowie Vado Ligure und Porto Torres. Für die kommenden Jahre waren der Einsatz weiterer Schiffe und ein Ausbau der Verbindungen geplant.
Inzwischen wurde allerdings angekündigt, dass die Region Sardinien keine eigenen Überfahrten vom und nach dem Festland mehr anbieten wird.

 

 

Tipps für den Fahrzeugtransport

Auch hier gilt: frühzeitig buchen! Die Kontingente für Pkws und Wohnmobile sind oft als erstes vergeben.
Für die Buchung benötigen Sie folgende Angaben: Kennzeichen, Fahrzeugtyp (evtl. auch Höhe, Breite, Länge). Bei der Angabe der Maße müssen Überstände wie Jetbox, Surfbretter, Fahrräder etc. hinzugerechnet werden.

 

Je nach Fährgesellschaft müssen Sie mindestens 60-90 Minuten vor Abfahrt eingecheckt haben. Es kann Ihnen sonst passieren, dass sie Ihren Anspruch auf Beförderung verlieren. Das setzt bei der Anfahrt zum Hafen einiges an logistischer Planung voraus. Staus und Pausen sollten großzügig einkalkuliert werden. Andererseits will man auch nicht mehrere Stunden im Hafen warten.
Einplanen sollten Sie auch eine längere Wartezeit am Check-in. Je nach Hafen und Fährgesellschaft erfolgt das Einchecken nicht zentral, sondern im Büro der einzelnen Gesellschaft. Hierzu sollten Sie sich rechtzeitig erkundigen.
Seit einigen Jahren muss auf Verlangen die Liste der Transportbedingungen vorgezeigt werden. Diese erhalten Sie von ihrer Fährgesellschaft oder Ihrem Reisebüro.

Es ist wichtig, alle Anweisungen des Schiffspersonals zu befolgen. Diskussionen sind hier völlig unangebracht.
Lassen Sie sich bei den Fahrten an und von Bord nicht vom Temperament ihrer italienischen Mitreisenden anstecken. Ein freundliches Lächeln und ein "einfädeln lassen" sind besser als Drängeln und Hupen...

Dachlasten sind häufig aufpreispflichtig. Es lohnt sich dann - nach Aussteigen der Insassen - das Gepäck im Auto so zu verstauen, dass z.B. die Fahrräder vom Dach noch mit in den Innenraum passen.
Alles, was Sie an Bord benötigen, sollte griffbereit im Fahrzeuginneren liegen. Die Autos werden so dicht eingewiesen, dass Sie nur noch in den seltensten Fällen die Heckklappe öffnen können. Die Garagen werden kurz vor dem Ablegen verschlossen, Sie haben also während der gesamten Fahrt keine Möglichkeit, etwas aus dem Auto zu holen.

Wenn Sie ihr Auto verlassen haben, merken Sie sich unbedingt dessen Standort!
Die Garagen sind durchnummeriert, teilweise auch farblich gekennzeichnet und auch die Treppen zur Garage haben alle eine eigene Kennzeichnung wie "scala blu" (blaue Treppe) oder "scala verde" (grüne Treppe). Diese Farben beziehen sich jedoch oft nur auf die farbige Beschilderung. Es kann also sein, dass z.B. die "grüne Treppe" blaue Stufen hat - hier also gut aufpassen!

 

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