Berge und Geologie

Felsentor am Golf von OroseiBizarre Verwitterungen an der Ostküste

Sardinien besteht etwa zur Hälfte aus Bergland.
Die beeindruckendsten Gebirgsmassive sind der Gennargentu und der Supramonte.
Die Punta la Marmora im Gennargentu ist mit 1834 m der höchste Gipfel der Insel. Das Kalksteingebirge des Supramonte ist das zweithöchste Massiv mit 1463 m.
Weitere markante Berge sind der Monte Albo bei Siniscola und der Monte Limbara bei Tempio Pausania.
In den Bergen und Steilküsten befinden sich wunderschöne Höhlen. Tiefe Schluchten durchziehen vor allem die Kalkgebirge. Hier können Sie beeindruckende Wanderungen unternehmen.

Die Geologie der Gebirge ist sehr unterschiedlich. In der Gallura besteht fast der ganze Untergrund aus Granit, der Monte Albo und der Supramonte sind aus Kalkstein.
Im Westen herrscht vulkanisches Gestein vor. Hier sind vor allem die "giare" und der Monte Arci in der Marmilla sehenswert.

Auch für Laien lässt sich der geologische Untergrund der einzelnen Regionen an den alten Hausfassaden erkennen.
Traditionell wurden immer Steine der näheren Umgebung für den Hausbau verwendet. So sind die vielfältigen historischen Ortszentren ein Abbild der ebenso abwechslungsreichen geologischen Struktur Sardiniens.

 

Tiefebenen, die als Anbaufläche für die Landwirtschaft dienen können, bedecken nur etwa 20% der Insel. Am bedeutendsten ist der Campidano, der sich zwischen Oristano und Cagliari erstreckt.

Wind und Wasser schufen im Lauf der Zeit phantastische Formen aus den Felsen. Besonders schöne finden Sie am Capo 'd Orso, am Capo Testa und am Golf von Orosei.
In den Kalksteinmassiven der Insel hat das Wasser viele imposante Tropfsteinhöhlen geschaffen. Davon sind jedoch nur zehn für den Besucherverkehr geöffnet.

Die Bodenschätze des Sulcis und Igliesente lockten schon in der Antike fremde Eroberer an. Interessant waren damals vor allem die reichen Silbervorkommen.
Auch heute wird noch Bergbau betrieben. Hauptsächlich werden Eisen, Magnesium, Antimon, Blei und Zink gefördert.
Granit und Marmor sind ebenfalls wichtige Exportgüter.

Erdgeschichtlich gesehen ist Sardinien sehr alt und geologisch stabil. Im Gegensatz zum Italienischen Festland gibt es hier keine Erdbeben.

 

 

 

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