Barbagia

Nuoro

Auf der Fahrt nach Nuo­ro

Ihren Namen (“Bar­ba­ren­land”) erhielt die­se Regi­on von den Römern. Sie galt lan­ge Zeit als Rück­zugs­ge­biet der “Ban­di­ten” Sar­di­ni­ens.

Die Bar­ba­gia ist das zen­tra­le Berg­land der Insel. Das Gen­n­ar­gen­tu-Mas­siv reicht mit sei­nem höchs­ten Gip­fel – dem Pun­ta la Mar­mo­ra – auf 1834 Meter Höhe. Die Süd­hän­ge des Mas­sivs sind noch von gro­ßen Wäl­dern bedeckt.

Wich­tigs­ter Ort und Haupt­stadt der gleich­na­mi­gen Pro­vinz ist Nuo­ro. Hier emp­fiehlt sich ein Aus­flug auf den Haus­berg, den Mon­te Orto­be­ne. Sie kön­nen mit dem Auto hin­auf­fah­ren und haben von oben einen herr­li­chen Blick auf den Supra­mon­te mit dem davor lie­gen­den Dorf Oliena.
In Nuo­ro gibt es auch ein inter­es­san­tes Volks­kunst­mu­se­um in dem Trach­ten der Insel sowie Erzeug­nis­se des tra­di­tio­nel­len sar­di­schen Kunst­hand­wer­kes zu sehen sind.
In dem als Muse­um gestal­te­ten Geburts­haus von Gra­zia Deled­da kön­nen Sie die Lebens­wei­se und häus­li­chen Bedin­gun­gen von sar­di­schen Bür­gern im 19. Jahr­hun­dert ken­nen­ler­nen.

Murales in Orgosolo

Mura­les in Orgo­so­lo

Das berühm­tes­te Dorf der Bar­ba­gia ist sicher­lich Orgo­so­lo. Der Ort hat sei­nen Ruf als das berüch­tigts­te “Ban­di­ten­dorf” Sar­di­ni­ens weg.
Beschäf­tigt man sich ein­ge­hen­der mit der Geschich­te Sar­di­ni­ens, so wird schnell klar, dass vie­le aus purer Not und Ver­zweif­lung zu Ban­di­ten wur­den. Neben Fami­li­en­feh­den war es vor allem die Jahr­hun­der­te andau­ern­de Unter­drü­ckung der Land­be­völ­ke­rung, die auch in ande­ren Regio­nen der Insel zu bewaff­ne­ten Raub­zü­gen führ­te.
Heu­te lohnt eine Fahrt nach Orgo­so­lo schon allein wegen den vie­len Wand­ge­mäl­den (mura­les).

Auch die ande­ren Berg­dör­fer der Bar­ba­gia wie Fon­ni, Oru­ne oder Mamoia­da sind sehens­wert. Vie­le die­ser Orte kön­nen Ihnen als Start­punkt für herr­li­che Wan­de­run­gen in die Berg­welt Sar­di­ni­ens die­nen.

In der Nähe von Sada­li kön­nen sie die schö­ne Höh­le “Grot­ta de is Janas” besich­ti­gen.

Wenn Sie nur mal einen kur­zen Abste­cher von der Küs­te hier­her machen wol­len, bie­tet sich eine Fahrt mit dem “Tre­ni­no Ver­de” an.
Mein Tipp: Nut­zen Sie die Pau­schal­an­ge­bo­te, bei denen ein Mit­tag­essen und der Trans­fer zur Höh­le ent­hal­ten sind. Sie kön­nen den Tag so wesent­lich ent­spann­ter ver­brin­gen.