Alghero, Fertilia und Palmavera

 

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Alghero, StadtmauerAlghero

Für viele Sardinienreisende ist Alghero die schönste Stadt der Insel. Typisch sardisch ist Alghero allerdings nicht - dafür sorgte der über 400 Jahre währende spanische Einfluss.
Noch heute gibt sich die Stadt ausgesprochen spanisch. Viele Einwohner haben katalanische Wurzeln, in den Restaurants werden katalanische Gerichte angeboten und die Straßenschilder sind zweisprachig (italienisch und spanisch).

Die Altstadt gleicht mit ihren trutzigen Mauern einer großen Festung.
Erste Befestigungsanlagen wurden von den Genuesen errichtet. Nach der spanischen Eroberung erweiterte man die Anlagen. Sarden und Genuesen vertrieb man aus der Stadt, die nun eine rein katalanische Bevölkerung hatte.
Den Sarden war der Aufenthalt über Nacht - wie auch in Cagliari - verboten.

 

 

Alghero, Befestigungsanlagen

Die Befestigungen und Bastionen auf der Seeseite mit ihren meterdicken Mauern und Türmen sind noch gut erhalten.
Zu sehen sind auch einige alte Kanonen und ein Katapult.
Einige Bunkeranlagen stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Vor allem abends, zur Zeit des Sonnenunterganges können Sie hier stimmungsvolle Spaziergänge machen.
Zahlreiche Restaurants bieten auf der Mauer typische Gerichte der Stadt an.

Wenn Sie in der Umgebung baden wollen, empfiehlt sich vor allem der feinsandige weiße Strand im Norden von Alghero, der bis Fertilia reicht.
Südlich der Stadt erstreckt sich eine eindrucksvolle Felsküste in Richtung Bosa - eine der schönsten Panoramastrecken von Sardinien. Hier findet man immer wieder kleine Bademöglichkeiten - an der Cala Speranza gibt es auch einen längeren sandigen Abschnitt.

 

 

Alghero, AltstadtDie Altstadt von Alghero bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Parken Sie am besten außerhalb des "Centro Storico", denn die meisten Straßen innerhalb der Stadtmauer sind für den Autoverkehr gesperrt.
Die oft engen, schattigen Gassen sind ideal zum gemütlichen Rundgang. Es gibt viele Bars und Gelaterias zum Ausruhen und Erfrischen.

Als schönste Straße der Altstadt gilt die Via Principe Umberto.

Im Zweiten Weltkrieg war der Hafen von Alghero immer wieder Ziel alliierter Bombenangriffe, wodurch auch die Altstadt sehr gelitten hat. Zeugnisse davon sind unbebaute Flecken im Zentrum.

Jedes Jahr gibt es am 15. August ein großes Stadtfest - der "Ferragosto algherese", das einen Besuch von Alghero dann besonders attraktiv macht. Es werden Musikveranstaltungen und typische kulinarische Spezialitäten angeboten, am Abend gibt es ein großes Feuerwerk.

 

Alghero, Chiasa San Francesco

Im Zentrum empfiehlt sich der Besuch einiger schöner Kirchen, wie z. B. die Cattedrale Santa Maria oder die Chiesa San Michele mit ihrer farbenprächtigen Kuppel.

Ein besonders schönes Kleinod ist die Chiesa San Francesco aus dem 14. Jahrhundert.
Im 16. Jahrhundert wurden Erweiterungs- und Umbauarbeiten durchgeführt, so dass sich romanische, gotische und barocke Elemente mischen.
Die Kirche gehört zu dem benachbarten Franziskanerkloster, in dem sich ein wunderschöner Kreuzgang befindet. (Foto links)
Der ursprüngliche Kreuzgang mit seinen Säulen aus Sandstein stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Stockwerke darüber entstanden erst 400 Jahre später.

 

 

FertiliaFertilia

Der Ort wurde in den 1930er Jahren während der Mussolini-Diktatur aus dem Boden gestampft. Bauern aus Norditalien sollten die sumpfige Umgebung urbar machen.
Fertilia war dadurch ein Teil der landwirtschaftlichen Großprojekte, mit denen man damals versuchte, Sardinien in die Neuzeit zu katapultieren.
Im Zentrum dominiert demzufolge die typische Faschisten-Architektur mit ihrer tristen Blockbauweise.

Fertilia, antike RömerbrückeDirekt östlich von Fertilia stehen noch die Reste einer antiken Römerbrücke im Stagno di Calich.

 

 

palmaveraNuraghe Palmavera

Das Nuraghendorf liegt direkt an der SS 127, westlich von Fertilia.
Die Anlage ist insgesamt recht beeindruckend - vor allem die beiden Türme, die aus riesigen Steinbrocken errichtet wurden.
Ringsherum stehen noch die Grundmauern von ca. 50 Häusern des zu dem Nuraghen gehörenden Dorfes.
Der Hauptturm kann bestiegen werden. Von oben hat man einen guten Überblick auf die gesamte Anlage.

Wenn Sie auch die naheliegende Nekropole "Anghelu Ruju" besuchen wollen, können Sie hier ein günstiges Doppelticket für beide Anlagen kaufen.

Nekropole Anghelu RujuNekropole Anghelu Ruju

Die Grabanlage liegt nördlich von Alghero. Die Anfahrt ist recht gut beschildert.
Insgesamt 38 Grabkammern - sogenannte "Domus de Janas"(Feenhäuser) - wurden in den Felsboden geschlagen.
Datiert wird die Grabstätte etwa auf die Zeit 300 v. Chr. und wurde erst 1904 entdeckt.

Wenn Sie sich die einzelnen Kammern genauer ansehen möchten, ist eine starke Taschenlampe zu empfehlen. Außerdem ist es im heißen Sommer besser, sehr früh oder erst abends hierher zu kommen, wenn die Sonne nicht zu sehr brennt.

Wie in Palmavera, gibt es auch hier ein Kombiticket für beide Sehenswürdigkeiten.

 


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