Gola Su Gorroppu / Codula di Luna

zur Kar­te der bei­den Schluch­ten

Gola Su Gorroppu

Wanderung vom Genna Silana zur Gola su GorroppuDer Riu Flu­mi­ned­du hat hier eine gewal­ti­ge Schlucht geschaf­fen, die zu den tiefs­ten in Euro­pa gehört. Die Wän­de stei­gen bis zu 400 m senk­recht empor.
Um hier­her zu gelan­gen, bie­ten sich grund­sätz­lich zwei Mög­lich­kei­ten an:

1. Am Pass Gen­na Sila­na beginnt die anstren­gen­de­re, aber land­schaft­lich abwechs­lungs­rei­che­re Vari­an­te.
Hier geht es zunächst durch lich­te Stein­ei­chen­wäl­der, spä­ter steil berg­ab in das Fluss­tal.
Dabei ist ein Höhen­un­ter­schied von 600 m zu über­win­den. Vor allem der Rück­weg erfor­dert viel Kon­di­ti­on.
Für den Hin­weg soll­ten Sie 2, für den Rück­weg 3 Stun­den ein­pla­nen.

Gola su Gorroppu, Wanderung im Flußtal2. Die leich­te­re Tour, die auch mit Kin­dern unter­nom­men wer­den kann, star­tet an der Brü­cke “Pon­te S’Abba Arva” süd­lich von Dor­ga­li.

Die Anfahrt von Dor­ga­li ist nur spo­ra­disch aus­ge­schil­dert. Am bes­ten ist es, Sie neh­men den Abzweig von der SS 125 der etwa 1 km süd­lich des Tun­nels nach Cala Gono­ne beginnt. (sie­he Kar­te)
Die schma­le Stra­ße ist durch­ge­hend asphal­tiert. Sie führt steil nach unten und schlän­gelt sich 10 km an Wein­gär­ten und Oli­ven­hai­nen ent­lang bis zum Park­platz.

Der Wan­der­weg folgt dem Fluss­lauf des Riu Flu­mi­ned­du, des­sen Was­ser auch im Som­mer immer wie­der an die Ober­flä­che kommt und zum Baden ein­lädt.
Die Wan­de­rung zur Gola su Gor­rop­pu dau­ert 1,5 – 2 Stun­den. Grö­ße­re Stei­gun­gen sind nicht zu über­win­den.

Gola su Gorroppu, GumpenUnten, am Ein­gang zur Schlucht, tritt das Was­ser des Flus­ses zwi­schen den Kalk­fel­sen her­vor und bil­det eini­ge Gum­pen mit herr­lich kla­rem, küh­lem Was­ser.
Vor allem für Kin­der ist es ein tol­les Erleb­nis, hier zu baden.

Der Was­ser­stand in den Gum­pen ist jedoch sehr von den vor­an­ge­gan­ge­nen Nie­der­schlä­gen abhän­gig. In tro­cke­nen Som­mern dür­fen Sie hier nicht zu viel erwar­ten.
Als alter­na­ti­ve Bade­mög­lich­kei­ten blei­ben ja noch die Was­ser­lö­cher im Riu Flu­mi­ned­du auf dem Rück­weg zur Pon­te S’Abba Arva.

Gola su Gorroppu, Klettern in der SchluchtInzwi­schen wird (zumin­dest in der Haupt­sai­son) am Ein­gang zur Schlucht Ein­tritt kas­siert. Danach erhal­ten Sie eine kur­ze Ein­wei­sung über den Weg­ver­lauf und erfah­ren Wis­sens­wer­tes über die Schlucht.
Im Anfangs­teil ist der Weg mar­kiert, wei­ter hin­ten sind an schwie­ri­gen Stel­len Klet­ter­hil­fen ange­bracht. Dadurch ist der Zugang wesent­lich ein­fa­cher.
Der Schwie­rig­keits­grad erhöht sich, je wei­ter man vor­dringt. Zunächst folgt man ein­fach den grü­nen Punk­ten an den Fel­sen. Spä­ter sind immer grö­ße­re Fels­bro­cken zu über­win­den (Foto).
Der letz­te Abschnitt erfor­dert Klet­ter­er­fah­rung und viel Kon­di­ti­on. Vor­ge­se­hen ist die­ser Teil der Schlucht eigent­lich nur für geführ­te Tou­ren.
Die Fel­sen sind oft sehr glatt, so dass man mit nor­ma­len Wan­der­schu­hen kaum Halt fin­det. Von Allein­gän­gen ist daher abzu­ra­ten.

Gola su Gorroppu, AusgangDie Son­ne scheint nur in den Vor­mit­tags- und Mit­tags­stun­den in das Tal hin­ein. Spä­ter liegt hier alles im Schat­ten und es kann auch etwas kühl wer­den.

Am bes­ten neh­men Sie sich für die­sen Aus­flug den gan­zen Tag Zeit.
Die Vor­mit­tags­stun­den kön­nen Sie wegen dem bes­se­ren Licht zum Foto­gra­fie­ren nut­zen. Die hei­ße Mit­tags­zeit ver­brin­gen Sie am ange­nehms­ten im Schat­ten und in den Gum­pen.
Für den Rück­weg soll­ten Sie vor allem im Som­mer war­ten, bis die Tem­pe­ra­tur am Nach­mit­tag erträg­lich gewor­den ist. Gera­de der Auf­stieg zum Gen­na Sila­na wird sonst schnell zur Tor­tur.

Auch hier gilt: min­des­tens 2 l Trink­was­ser pro Per­son mit­neh­men!
Auf bei­den Rou­ten gibt es kei­ner­lei gas­tro­no­mi­sche Ein­rich­tung.

Die Dimen­sio­nen der Schlucht las­sen sich mit Fotos gar nicht rich­tig erfas­sen. Chris Lem­ke von Berg­was­ser Can­yo­ning & Raf­ting hat ein schö­nes Video gedreht, in dem die Gola su Gor­rop­pu aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven gezeigt wird:

 

Codula di Luna

Codula di Luna, oberer TeilDie­se Schlucht ist eine der schöns­ten auf Sar­di­ni­en und kann bis zum Meer durch­wan­dert wer­den.
Sie errei­chen den Ein­stieg zur Schlucht, wenn Sie bei km 172 von der SS 125 in Rich­tung “Loc. Tele­to­tes” abfah­ren.
Die schma­le Stra­ße ist durch­ge­hend asphal­tiert und gut befahr­bar, aber nicht auf allen Sar­di­ni­en­kar­ten ein­ge­zeich­net.
Nach etwa 12 km endet die Stra­ße. Ab hier geht es zu Fuß wei­ter.
Die Ori­en­tie­rung in der Schlucht ist rela­tiv leicht – man folgt ein­fach dem Lauf des Riu Codu­la di Luna. Unter­wegs bil­det die­ser immer wie­der klei­ne Gum­pen, die zum Baden ein­la­den.
Der Weg ist über die gan­ze Stre­cke sehr flach, grö­ße­re Höhen­un­ter­schie­de sind kei­ne zu über­win­den.

Codula di Luna, unterer TeilWäh­rend der hei­ßen Jah­res­zeit führt der Riu Codu­la di Luna nur wenig Was­ser und ver­schwin­det immer wie­der unter dem Geröll.
Im unte­ren Teil wird die Wan­de­rung dann ziem­lich anstren­gend. Ein rich­ti­ger Weg exis­tiert nicht mehr. Über wei­te Stre­cken müs­sen Sie im Fluss­bett gehen, weil an den Sei­ten alles mit dich­ter Mac­chia über­wu­chert ist.
Wich­tig ist vor allem, dass Sie sich genü­gend Trink­was­ser mit­neh­men! Das Restau­rant an der Cala di Luna ist nur in den war­men Mona­ten geöff­net.

Codula di Luna, Ausgang an der Cala di LunaKurz vor der Küs­te wird der Unter­grund san­dig, was das Vor­wärts­kom­men stel­len­wei­se sehr schwer macht. Die Vege­ta­ti­on wird noch üppi­ger.
Die Schlucht führt hier an bizar­ren Fels­for­ma­tio­nen vor­bei, die zum Klet­tern ein­la­den.

Wenn Sie nur ein­mal einen kur­zen Abste­cher in die Codu­la di Luna machen möch­ten und Ihnen der orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­wand einer kom­plet­ten Durch­wan­de­rung zu hoch ist, dann bie­tet sich auch ein Tages­aus­flug zur Cala di Luna an.
Von hier kön­nen Sie weit in die Schlucht vor­drin­gen und das Gan­ze auch noch mit einem herr­li­chen Bade­tag ver­bin­den. In die­sem Fall emp­feh­le ich Ihnen, mit dem Boot zur Cala di Luna und zurück zu fah­ren, denn zu Fuß ist die Stre­cke von Cala Gono­ne ziem­lich anstren­gend.

Blick zur Cala di LunaDie Wan­de­rung von Tele­to­tes bis zur Cala di Luna dau­ert etwa 4 – 5 Stun­den.
An der Cala di Luna (Foto) haben sie fol­gen­de Mög­lich­kei­ten:

  1. Wenn Sie genü­gend Kon­di­ti­on besit­zen, keh­ren Sie auf dem glei­chen Weg zu ihrem Fahr­zeug zurück.
  2. Sie wan­dern wei­ter nach Cala Gono­ne (ca. 2,5 Stun­den) und fah­ren von dort mit einem zwei­ten Fahr­zeug nach Tele­to­tes.
  3. Sie fah­ren per Aus­flugs­boot nach Cala Gono­ne. Die­se Vari­an­te erfor­dert aber vor­ab eine Platz­re­ser­vie­rung. In der Neben­sai­son fah­ren nur weni­ge Boo­te und in der Haupt­sai­son sind alle bis auf den letz­ten Platz aus­ge­bucht.