Giara di Gesturi

 

zur Karte der Giara di Gesturi mit den eingetragenen Sehenswürdigkeiten

 

giara 1Die Giara di Gesturi ist eine Hochebene vulkanischen Ursprungs.
Sie ist etwa 12 km lang und 5 km breit. Die Hänge fallen sehr steil ab und oben ist das Plateau flach wie ein Brett.
Die Anfahrt zu den verschiedenen Parkplätzen ist völlig unproblematisch - die Straßen sind zwar teilweise schmal aber durchgehend asphaltiert.
Schon auf der Anfahrt bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die Ebenen des Campidano und der Marmilla.
Auch der Nuraghen-Komplex von Su Nuraxi ist von hier gut zu erkennen.
Berühmt ist die Giara vor allem für seine kleinen Wildpferde, aber auch einige archäologische Relikte sind hier zu finden.

Wegen ihrer Einzigartigkeit wurde die gesamte Giara di Gesturi zum Reservat erklärt und steht heute unter strengstem Naturschutz.

 

 

in den Wäldern der Giara di GesturiFamilien mit Kindern können hier sehr gut wandern, da es auf der gesamten Hochebene kaum Höhenunterschiede zu überwinden gibt. Allerdings ist dafür ein guter Orientierungssinn notwendig.
Die Wege verzweigen sich oft, Wegweiser sind fast keine vorhanden und man kann nicht weit sehen, weil Bäume und Sträucher die Sicht versperren.
An den Parkplätzen am Rand der Giara (siehe Karte) halten sich fast immer einige hilfsbereite Ranger auf, die Ihnen gern ein paar Tipps geben und auch Wanderkarten verkaufen.
Für längere Touren ist ein Kompass oder ein GPS-Gerät empfehlenswert.

 

Kirche Santa LuisaMit dem Fahrzeug ist die Hochebene von drei Zufahrten aus zu erreichen. Die bekannteste und meistgenutzte ist diejenige über Gesturi. Bei Tuili und Setzu ist es meist wesentlich ruhiger.
Für unseren Ausflug wählten wir zunächst die Auffahrt über Tuili.
Vom Parkplatz aus führt ein Pfad am Rand der Giara entlang zur Kirche Santa Luisa.
Der kurze Weg lohnt sich allein schon wegen der schönen Aussicht, aber auch als Picknickplatz ist die Stelle gut geeignet.
Die Kirche ist meist verschlossen.

Botanischer Garten der Giara di GesturiNeben den für Sardinien typischen Bäumen wie Korkeichen, Erdbeerbäumen und Steineichen wachsen auf der Hochebene auch seltene und endemische (nur hier vorkommende) Pflanzen.
An den Sümpfen der Giara gedeihen sogar Orchideen.
Im Frühjahr sind diese Sümpfe komplett mit den weißen Blüten des Wasser-Hahnenfußes bedeckt.

Für interessierte Touristen wurde ein kleiner Botanischer Garten angelegt, der die wichtigsten Pflanzen der Giara beherbergt.
Auf dem Weg vom Parkplatz (Auffahrt Tuili) zum Pauli Majori kommen Sie hier vorbei. (siehe Karte)

 

 

Nuraghe TutturudduAm Rand der Giara stehen an strategisch wichtigen Punkten die Überreste von 22 Nuraghen.
Die Hochebene bildete eine Art natürlicher Festung und war mit ihren steilen Hängen gut gegen Feinde zu verteidigen.
Auf dem Foto rechts ist der Nuraghe Tutturuddu zu sehen, der sich in der Nähe des Botanischen Gartens befindet.

Wildpferde der Giara di Gesturi Hauptattraktion der Giara di Gesturi sind die hier lebenden Wildpferde.
Die Sarden nennen sie "Is Quadeddus".
Die Pferderasse ist weltweit einzigartig. Vermutlich wurden die Tiere ursprünglich von den Phöniziern im 8. oder 9. Jahrhundert v. Chr. auf die Insel gebracht. Sie sind außerordentlich genügsam, zäh und erreichen nur eine Schulterhöhe von etwa 1,20 m.
Im Mittelalter lebten die Pferde noch in verschiedenen Gegenden Sardiniens.
Die wenigen übrig gebliebenen Pferde der Giara gehörten einigen Familien in Dörfern der Umgebung. Sie wurden im Sommer eingefangen und in der Landwirtschaft zum Dreschen von Getreide eingesetzt.
Mit dem Aufkommen von Dreschmaschinen wurden die Pferde nicht mehr benötigt. Daraufhin wurden viele Tiere geschlachtet oder verkauft.
Als in den 1960er Jahren ihre Zahl auf 150 - 200 gesunken war, machten Umweltschützer auf das drohende Aussterben der Rasse aufmerksam.

Wildpferde und Stiere auf der Giara di GesturiZunächst wurden die Eigentümer finanziell unterstützt, um die Wildpferde weiter zu halten.
1996 stellte die sardische Regionalregierung ausreichend Geldmittel zur Verfügung und die Pferde wurden von dem Reservat aufgekauft.
Seitdem leben die Tiere ungestört und frei auf der Hochebene.
Der Bestand konnte seitdem auf ca. 600 Exemplare ansteigen.

Die Pferde leben in friedlicher Nachbarschaft mit zahlreichen anderen Tieren wie Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen.
Wenn Sie die Wildpferde beobachten möchten, haben Sie an den von Regenwasser gebildeten Sümpfen (Pauli) die besten Chancen.

Im Sommer trocknen diese flachen Teiche zwar nahezu vollständig aus, aber die Pferde halten sich immer noch gern in der Nähe der Wasserstellen auf.
Ihre Fluchtdistanz liegt bei etwa 50 m, an den Picknick-Plätzen kommen sie aber auch manchmal ganz dicht zum Betteln heran.

 

 

Domus De Janas "Casa dell'Orco"Wenn Sie von Setzu hinauf zum Parkplatz fahren, kommen Sie am Felskammergrab Casa dell'Orco (Haus des Riesen) vorbei. Diese Felskammergräber (Domus de Janas) sind typisch für die Kulturen aus der Frühgeschichte Sardiniens, die später von den Nuraghern abgelöst wurden.
Weitere Zeugen der frühen Besiedelung durch den Menschen sind die Überreste von Werkstätten, in denen Feuerstein und vor allem Osidian verarbeitet wurden.

Giara di SetzuDie Auffahrt von Setzu ist die steilste der drei Varianten.
Oft dürfen Sie nach dem Passieren des Tores mit dem Auto noch ein Stück weiterfahren.
Fragen Sie aber vorher vorsichtshalber bei den Rangern am Eingang nach.

Die weitere Strecke ist eine unebene Rüttelpiste und je nach Fahrzeugtyp sollten Sie sich überlegen, doch besser zu Fuß weiterzugehen.
Etwa 2 km nördlich befindet sich der Pauli Salamengianu, an dem sich häufig größere Gruppen von Wildpferden aufhalten.

 


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