Ingurtosu

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Ingurtosu, Blick zur Costa VerdeWenn Sie von der SS 126 abbiegen und Rich­tung Cos­ta Verde fahren, führt die Straße zunächst durch eine ein­same Berg­land­schaft.
Kurz vor Ingur­to­su öffnet sich der Blick über Teile des Ortes und reicht bei klar­er Sicht bis zu den riesi­gen Sand­dü­nen am Strand von Pisci­nas.

Lassen Sie sich bei der Weit­er­fahrt ruhig Zeit und genießen Sie die Ein­blicke in dieses ehe­ma­lige Berg­bau­dorf.

Il Castello (Palazzo della Direzione)

Ingurtosu, CastelloAuf der Fahrt durch den Ort durch­quert man das “Castel­lo”. Dieses Gebäude war der Sitz der Berg­w­erksver­wal­tung. Der Tun­nel ist auch mit Wohn­mo­bilen passier­bar.

Ingur­to­su wurde im 19. Jahrhun­dert auf Anweisung des englis­chen Lords Brassey gebaut.
In dieser damals völ­lig ein­samen Gegend ent­stand nach und nach ein Dorf mit etwa 1200 Ein­wohn­ern und allen sozialen Ein­rich­tun­gen wie Schule, Kranken­haus und Post­amt.

Die Ortsdurchfahrt

Ingurtosu, OrtsdurchfahrtIngur­to­su schmiegt sich mit seinen Häusern an die zerk­lüfteten und teils sehr steilen Berghänge des engen Tales.
Die Haupt­straße schlän­gelt sich in aben­teuer­lichen Ser­pen­ti­nen hin­unter. Alle seitlich abzweigen­den Neben­straßen sind extrem steil.

Etwa 100 Jahre wur­den in Ingur­to­su Blei, Zink und Sil­ber abge­baut.
Als sich der Abbau in den 1960er Jahren nicht mehr lohnte, wurde die Mine geschlossen.
Die Ein­wohn­er ver­ließen den Ort, der zuse­hends ver­fiel.

Ingurtosu, ZentrumNach etwa 30 Jahren zog neues Leben in den Ort ein.
Einige Häuser wur­den liebevoll restau­ri­ert und ste­hen heute hüb­sch her­aus­geputzt zwis­chen den Ruinen.

Inzwis­chen wurde der “Par­co Cul­tur­ale Giuseppe Dessí” gegrün­det, der einige ehe­ma­lige Berg­bauge­bi­ete Sar­diniens umfasst und zu dem auch Ingur­to­su gehört.
An inter­es­san­ten Stellen sind Hin­weistafeln ange­bracht, die (auf Ital­ienisch) über die Geschichte des Dor­fes informieren.

Ingurtosu-Naracauli

Ingurtosu, Ruinen von NaracauliIn diesem Ort­steil ein Stück unter­halb von Ingur­to­su ste­hen noch die Über­reste ein­er Anlage, in der die geförderten Erze gewaschen wur­den.

Die asphaltierte Strecke endet hier und geht in eine unbe­fes­tigte Straße (stra­da bian­ca) über, die weit­er Rich­tung Meer führt.
Die Piste ist rel­a­tiv gut befahrbar und auch für nor­male PKWs geeignet.

Weiterfahrt zur Costa Verde

Abraumhalden bei Ingurtosu auf dem Weg zur Costa VerdeWenn Sie von Ingur­to­su-Nara­cauli weit­er hin­unter zu den Traum­strän­den der Cos­ta Verde fahren, wer­den Ihnen noch viele weit­ere Ruinen aus der längst ver­gan­genen Berg­baue­poche auf­fall­en.
Unten im Tal des Riu Nara­cauli befind­en sich riesige Abraumhalden, die einen Ein­druck vom Umfang des hier betriebe­nen Berg­baus ver­mit­teln.

Die unbe­fes­tigte Straße ist enorm kur­ven­re­ich und staubig. Sie soll­ten die Piste mit größter Vor­sicht und vor allem langsam befahren.
Stel­len­weise lauern tiefe Löch­er und sehr lock­er­er Unter­grund.