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Fotografieren

Felsküste bei PosadaTorre di San Giovanni

Auf Sardinien warten jede Menge toller Fotomotive auf Sie. Hier ein paar Tipps für Ihre Aufnahmen:

Landschaftsfotos nehmen Sie am besten zwischen Sonnenaufgang und 10.00 Uhr bzw. nach 16.00 Uhr bis Sonnenuntergang auf.
Während diesen Zeiten ist das Licht am besten, die Farben sind kräftiger und die Kontraste durch die längeren Schatten stärker.
Die Mittagssonne sollten Sie nach Möglichkeit meiden, das Licht ist so intensiv, dass die Farben regelrecht "ausgewaschen" wirken.

Zu empfehlen ist die Benutzung eines Polarisationsfilters. Dieses Filter kann (in gewissen Grenzen) Reflexionen sperren. Dadurch wird der Himmel noch blauer, die Wolken plastischer, das Wasser erscheint klarer und die Farben der Landschaft werden intensiver.
Bei Kompaktkameras ist die Verwendung eines solchen Filters leider etwas umständlich. An den meisten Modellen wird noch ein zusätzlicher Tubus über das Objektiv gestülpt und die richtige Stellung des Filters muss am Kamerabildschirm kontrolliert werden. Gerade bei hellem Sonnenlicht ist auf diesen Bildschirmen jedoch nicht viel zu erkennen. Sie müssen ihn also irgendwie abblenden.
Weil ein Polarisationsfilter viel Licht "schluckt" ist die Verwendung eines Statives empfehlenswert.

 

 

Am Strand ist besondere Vorsicht geboten. Der vielerorts sehr feine Sand dringt selbst in die kleinsten Ritzen Ihrer Fotoausrüstung.
Vermeiden Sie am besten Tage mit starkem Wind, denn vor den aufgewirbelten Sandkörnchen ist ihre Kamera kaum zu schützen.
Auch Spritzer vom Salzwasser sind recht lästig, weil sie zwar schnell trocknen, aber immer Salzflecken hinterlassen. Entfernen Sie also den Objektivdeckel nur kurz zur Aufnahme.
Salzflecken lösen sie am besten vor dem Entfernen kurz mit ein paar Tropfen Süßwasser an, sonst gibt es Kratzer.

Wenn Sie viel am Wasser fotografieren möchten, ist vielleicht die Anschaffung eines wasserdichten Gehäuses für Unterwasseraufnahmen lohnenswert - und sei es nur, um Ihre Kamera vor Sand und Spritzern zu schützen.

 

Falls Sie Einheimische fotografieren wollen, fragen Sie vorher immer erst um Erlaubnis! ("Posso scattare una foto?")
In der Regel haben die Sarden gegen eine solche Aufnahme nichts einzuwenden, bedenken Sie jedoch, dass jeder das Recht auf sein Bild hat. Für Veröffentlichungen benötigen Sie also eine schriftliche Erlaubnis (Modelvertrag).
Bei Vorführungen und Trachtenumzügen auf den vielen Festen können Sie aber von einem stillen Einverständnis der Akteure ausgehen.

Vermeiden Sie, irgendwelche militärischen Anlagen zu fotografieren. Die NATO ist auf Sardinien ziemlich präsent.
In Museen besteht grundsätzlich Blitzlichtverbot, manchmal müssen sie auch noch extra eine Fotoerlaubnis kaufen.
Beim Besuch von Höhlen ist die Benutzung eines Blitzlichtes ebenfalls untersagt. Die Verwendung eines Statives wird nur im Ausnahmefall erlaubt, wenn sehr wenige Besucher an der Führung teilnehmen.

Fotozubehör und Kameras werden auf Sardinien überall verkauft, sind jedoch deutlich teurer als in Deutschland. Auch ist die Modellpalette in den kleinen Läden natürlich nicht besonders umfangreich. Speicherkarten, Akkus und anderes wichtiges Zubehör bringen sie sich also am besten mit.
Trotz des Siegeszuges der Digitalkameras fotografieren viele immer noch auf Film. Ist es in Deutschland schon problematisch geworden, sich mit Filmmaterial zu versorgen, so ist dies auf Sardinien nahezu unmöglich.

Äußerst preiswert können Sie Fotoutensilien im zollfreien Gebiet von Samnaun kaufen. (siehe Anfahrt mit dem Auto)
Halten Sie sich aber dabei unbedingt an die Höchstgrenze der Güterausfuhr in die EU. Der österreichische Zoll ist hier sehr aktiv.