Fotografieren

Felsküste bei Posada

Tor­re di San Gio­van­ni

Auf Sar­di­ni­en war­ten jede Men­ge tol­ler Foto­mo­ti­ve auf Sie. Hier ein paar Tipps für Ihre Auf­nah­men:

Land­schafts­fo­tos neh­men Sie am bes­ten wäh­rend der ers­ten 4 Stun­den nach Son­nen­auf­gang bzw. wäh­rend den letz­ten 4 Stun­den bis Son­nen­un­ter­gang auf.
Wäh­rend die­sen Zei­ten ist das Licht am bes­ten, die Far­ben sind kräf­ti­ger und die Kon­tras­te durch die län­ge­ren Schat­ten stär­ker.
Die Mit­tags­son­ne soll­ten Sie nach Mög­lich­keit mei­den, das Licht ist so inten­siv, dass die Far­ben regel­recht “aus­ge­wa­schen” wir­ken.

Zu emp­feh­len ist die Benut­zung eines Pola­ri­sa­ti­ons­fil­ters. Die­ses Fil­ter kann (in gewis­sen Gren­zen) Refle­xio­nen sper­ren. Dadurch wird der Him­mel noch blau­er, die Wol­ken plas­ti­scher und das Was­ser erscheint kla­rer.
Auch die Far­ben der Land­schaf­ten wer­den viel inten­si­ver, weil das Streu­licht von Blät­tern, Grä­sern und teil­wei­se auch von Fel­sen redu­ziert wird.
Bei Kom­pakt­ka­me­ras ist die Ver­wen­dung eines sol­chen Fil­ters lei­der etwas umständ­lich. An den meis­ten Model­len wird noch ein zusätz­li­cher Tubus über das Objek­tiv gestülpt und die rich­ti­ge Stel­lung des Fil­ters muss am Kame­ra­bild­schirm kon­trol­liert wer­den. Gera­de bei hel­lem Son­nen­licht ist auf die­sen Bild­schir­men jedoch nicht viel zu erken­nen. Sie müs­sen ihn also irgend­wie abblen­den.
Weil ein Pola­ri­sa­ti­ons­fil­ter viel Licht “schluckt” ist die Ver­wen­dung eines Sta­ti­ves emp­feh­lens­wert.

Am Strand ist beson­de­re Vor­sicht gebo­ten. Der vie­ler­orts sehr fei­ne Sand dringt selbst in die kleins­ten Rit­zen Ihrer Foto­aus­rüs­tung.
Ver­mei­den Sie am bes­ten Tage mit star­kem Wind, denn vor den auf­ge­wir­bel­ten Sand­körn­chen ist ihre Kame­ra kaum zu schüt­zen.
Auch Sprit­zer vom Salz­was­ser sind recht läs­tig, weil sie zwar schnell trock­nen, aber immer Salz­fle­cken hin­ter­las­sen. Ent­fer­nen Sie also den Objek­tiv­de­ckel nur kurz zur Auf­nah­me.
Salz­fle­cken lösen sie am bes­ten vor dem Ent­fer­nen kurz mit ein paar Trop­fen Süß­was­ser an, sonst gibt es Krat­zer.

Wenn Sie viel am Was­ser foto­gra­fie­ren möch­ten, ist viel­leicht die Anschaf­fung eines was­ser­dich­ten Gehäu­ses für Unter­was­ser­auf­nah­men loh­nens­wert – und sei es nur, um Ihre Kame­ra vor Sand und Sprit­zern zu schüt­zen.

Trachten

Ein­hei­mi­sche immer vor­her fra­gen !

Falls Sie Ein­hei­mi­sche foto­gra­fie­ren wol­len, fra­gen Sie vor­her immer erst um Erlaub­nis! (Pos­so scatta­re una foto?)
In der Regel haben die Sar­den gegen eine sol­che Auf­nah­me nichts ein­zu­wen­den, beden­ken Sie jedoch, dass jeder das Recht auf sein Bild hat. Für Ver­öf­fent­li­chun­gen benö­ti­gen Sie also eine schrift­li­che Erlaub­nis (Model­ver­trag).
Bei Vor­füh­run­gen und Trach­ten­um­zü­gen auf den vie­len Fes­ten kön­nen Sie aber von einem stil­len Ein­ver­ständ­nis der Akteu­re aus­ge­hen.

Ver­mei­den Sie, irgend­wel­che mili­tä­ri­schen Anla­gen zu foto­gra­fie­ren. Die NATO ist auf Sar­di­ni­en ziem­lich prä­sent.
In Muse­en besteht grund­sätz­lich Blitz­licht­ver­bot, manch­mal müs­sen sie auch noch extra eine Foto­er­laub­nis kau­fen.
Beim Besuch von Höh­len ist die Benut­zung eines Blitz­lich­tes eben­falls unter­sagt. Die Ver­wen­dung eines Sta­ti­ves wird nur im Aus­nah­me­fall erlaubt, wenn sehr weni­ge Besu­cher an der Füh­rung teil­neh­men.

Foto­zu­be­hör und Kame­ras wer­den auf Sar­di­ni­en über­all ver­kauft, sind jedoch deut­lich teu­rer als in Deutsch­land. Auch ist die Modell­pa­let­te in den klei­nen Läden natür­lich nicht beson­ders umfang­reich. Spei­cher­kar­ten, Akkus und ande­res wich­ti­ges Zube­hör brin­gen sie sich also am bes­ten mit.
Trotz des Sie­ges­zu­ges der Digi­tal­ka­me­ras foto­gra­fie­ren man­che immer noch auf Film. Ist es in Deutsch­land schon pro­ble­ma­tisch gewor­den, sich mit Film­ma­te­ri­al zu ver­sor­gen, so ist dies auf Sar­di­ni­en nahe­zu unmög­lich.

Rela­tiv preis­wert kön­nen Sie Fotou­ten­si­li­en im zoll­frei­en Gebiet von Sam­naun kau­fen. (sie­he Anfahrt mit dem Auto)
Hal­ten Sie sich aber dabei unbe­dingt an die Höchst­gren­ze der Güter­aus­fuhr in die EU. Der öster­rei­chi­sche Zoll ist hier sehr aktiv.