Gesundheit

Gif­ti­ge Tie­re wie Skor­pio­ne, Gift­schlan­gen und der­glei­chen gibt es auf Sar­di­ni­en nicht.
Die “gefähr­lichs­ten” Tie­re sind Stech­mü­cken, die vor allem in den Abend­stun­den zu einer ech­ten Pla­ge wer­den kön­nen. Neh­men Sie Mücken­schutz­mit­tel mit, von denen Sie wis­sen, dass Sie die­se ver­tra­gen.
Die Mala­ria wur­de in den 1950er Jah­ren besiegt und auch sonst sind kei­ne beson­de­ren Krank­hei­ten zu befürch­ten.

Das Lei­tungs­was­ser ent­spricht den EU-Nor­men, ist jedoch beson­ders in den tro­cke­nen Som­mer­mo­na­ten so stark gechlort, dass es zum Trin­ken nicht geeig­net ist.
Mine­ral­was­ser ist über­all erhält­lich. Auch das Trink­was­ser aus den öffent­li­chen Brun­nen (fon­ta­nas) schmeckt sehr gut und kann ohne Beden­ken getrun­ken wer­den.

ApothekeEines der häu­figs­ten Pro­ble­me sind leich­te Durch­fall-Erschei­nun­gen.
Ich habe in süd­li­chen Län­dern die Erfah­rung gemacht, dass man auf Grund der Hit­ze weni­ger isst und dafür sehr viel trinkt. Das kann dann schnell zu Durch­fall füh­ren, weil der Salz­haus­halt nicht mehr stimmt.
Statt gleich zu Durch­fall­mit­teln zu grei­fen, ist es bes­ser, erst ein­mal sei­ne Ernäh­rung kri­tisch zu betrach­ten.

Bei klei­nen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men wer­den Sie auch in den Apo­the­ken (far­macia) gut bera­ten. Das ist oft die schnells­te Lösung.
Frei ver­käuf­li­che Medi­ka­men­te sind in Ita­li­en meist güns­ti­ger als in Deutsch­land. Wenn Sie rezept­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te ein­neh­men müs­sen, ist es am bes­ten, Sie brin­gen sich einen ent­spre­chen­den Vor­rat von daheim mit. Sie ver­mei­den so unnö­ti­ge und umständ­li­che Arzt­be­su­che.

Beach­ten Sie beim The­ma “Gesund­heit” auch das bestehen­de Rauch­ver­bot in allen öffent­li­chen Räu­men. Sonst dro­hen emp­find­li­che Stra­fen.

Arzt-Besuch

Im Urlaub zu erkran­ken, ist immer läs­tig.
Inzwi­schen gibt es die EU-Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te EHIC (European Health Insuran­ce Card), die den büro­kra­ti­schen Ablauf erleich­tert. Die Kar­te müs­sen Sie recht­zei­tig vor Urlaubs­an­tritt bei Ihrer Kran­ken­ver­si­che­rung anfor­dern.

Nor­ma­ler­wei­se müs­sen Sie mit die­ser Kar­te erst ein­mal zur “Unità Sani­ta­ria Loca­le” (USL), um einen ita­lie­ni­schen Kran­ken­schein zu erhal­ten. Damit kön­nen Sie dann zu einem Arzt gehen, der die­sen Schein akzep­tiert. Es gibt aber auch Ärz­te, die nicht an die USL ange­schlos­sen sind und Ihnen die Behand­lung in Rech­nung stel­len.

Guardi medica turistica

Schnel­le Hil­fe bei klei­nen Pro­ble­men

Es geht aller­dings auch ein­fa­cher.
Die bes­ten Erfah­run­gen haben wir bei der “Guar­dia medi­ca turis­ti­ca” gemacht.
Hier wur­de sofort die Euro­päi­sche Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te aner­kannt. Die Ärz­te waren sehr freund­lich und kom­pe­tent.
Manch­mal wird auch hier eine klei­ne Gebühr fäl­lig (bei uns waren es mal 15 EUR).
Die Guar­dia medi­ca turis­ti­ca unter­hält wäh­rend der Tou­ris­ten­sai­son Pra­xen in vie­len Feri­en­or­ten.
Hier wer­den jedoch nur klei­ne­re Ver­let­zun­gen und Krank­hei­ten behan­delt.
Auch in Kran­ken­häu­sern wird die EU-Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te aner­kannt.

Bei ande­ren Ärz­ten müs­sen Sie meist mit län­ge­ren War­te­zei­ten rech­nen. Wenn Sie eine Rech­nung bar bezah­len, kön­nen Sie die­se in der Regel bei Ihrer Kran­ken­kas­se ein­rei­chen. Die Höhe der Erstat­tung ist von Kas­se zu Kas­se unter­schied­lich.
Bei Ärz­ten, die nur pri­vat abrech­nen, erfolgt die Behand­lung oft am schnells­ten.

Mit einer pri­va­ten Aus­lands-Kran­ken­ver­si­che­rung sind zusätz­li­che Leis­tun­gen (z.B. Rück­trans­port im Krank­heits­fall) abge­deckt, die von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen nicht über­nom­men wer­den.
Bei einer Mit­glied­schaft in den Auto­mo­bil­clubs ist meist eine sol­che Ver­si­che­rung mit inbe­grif­fen.

Wenn Sie nicht per­fekt Ita­lie­nisch spre­chen, neh­men Sie einen klei­nen Sprach­füh­rer zum Arzt mit, um ihre Sym­pto­me genau zu schil­dern.