Tauchen und Schnorcheln

Tauchen

Sport­tauch­er (Foto: M. Kiefl)

Sar­dinien bietet viele inter­es­sante Tauchre­viere. Das Wass­er ist über­all her­rlich klar und vor allem die Fel­sküsten sind sehr arten­re­ich.
Beson­ders beliebt sind die Umge­bung des Capo Tes­ta und des Capo Cac­cia. An let­zterem gibt es auch zahlre­iche Unter­wasser­höhlen. Auf ambi­tion­ierte Wrack­tauch­er warten zahlre­iche Schiff­swracks und am Capo Comi­no sog­ar ein Flugzeug­wrack.

Abge­se­hen von eini­gen mil­itärischen Sper­rge­bi­eten und Nation­al­parks benöti­gen Sie zum Geräte­tauchen keine Genehmi­gung. Bei nächtlichen Tauchgän­gen dür­fen als kün­stliche Lichtquellen nur Taschen­lam­p­en benutzt wer­den.

Tauch­schulen und -basen find­en Sie in fast jedem Touris­tenort an der Küste. Hier wer­den Kurse und geführte Tauchgänge ange­boten. Sie kön­nen sich die entsprechende Aus­rüs­tung lei­hen oder auch nur Ihre Flaschen füllen lassen.
Einige dieser Ein­rich­tun­gen wer­den von Deutschen betrieben oder haben deutschsprachiges Per­son­al. Anson­sten kann eine Ver­ständi­gung auf Englisch eigentlich über­all voraus­ge­set­zt wer­den.
Ich empfehle generell, sich geführten Touren anzuschließen, statt auf eigene Faust nach Tauch­plätzen zu suchen.

Wenn Sie mit dem fes­ten Ziel nach Sar­dinien reisen, hier zum ersten Mal zu tauchen, dann soll­ten Sie sich über­legen, den entsprechen­den Kurs vorher daheim zu absolvieren.
Ein solch­er Tauchkurs ist näm­lich eine ziem­lich anstren­gende Angele­gen­heit. Er dauert meist 4–5 Tage, es gibt jede Menge The­o­rie zu ler­nen und diverse Unter­wass­er-Übun­gen zu bewälti­gen. Am Schluss kommt dann noch eine schriftliche Prü­fung. Dadurch kann ein Tauchkurs schon fast den hal­ben Urlaub in Anspruch nehmen.
Sind Sie bei Urlaub­santritt dage­gen schon im Besitz eines Tauch­pass­es, kön­nen Sie viel entspan­nter an die Sache herange­hen und sich mehr auf die Unter­wasser­welt konzen­tri­eren.

Schnorcheln

Auch Kinder schnorcheln gerne

Wer nur mal kurz in Strand­nähe ein paar Fis­che beobacht­en oder nach Muscheln tauchen will, dem genü­gen Maske, Schnorchel und Flossen.
So sind Sie wesentlich unab­hängiger als mit ein­er kom­plet­ten Tauchaus­rüs­tung und nicht an eine Tauch­ba­sis gebun­den.
In den Monat­en außer­halb der Hoch­sai­son, wenn das Meer­wass­er noch rel­a­tiv kühl ist, emp­fiehlt sich ein Neo­pre­nanzug. Der schützt nicht nur vor Kälte son­dern auch vor Son­nen­brand und schar­fkanti­gen Felsen.
Im Hochsom­mer soll­ten Sie zum Schnorcheln am besten ein helles T-Shirt anziehen, um sich vor Son­nen­brand zu schützen.

Bei län­geren Aus­flü­gen in Gegen­den mit viel Bootsverkehr ist eine auf­blas­bare Schlepp­bo­je zu empfehlen, die die Boots­führer rechtzeit­ig warnt.
An der Küste gibt es in fast allen Orten Läden, die sämtliche benötigten Aus­rüs­tungs­ge­gen­stände verkaufen. Neo­pre­nanzüge und Masken sind oft deut­lich preiswert­er als in Deutsch­land.

Zum Schluss noch eine Bitte: Nehmen Sie sich nicht die Schnorch­ler zum Vor­bild, die mit ihren Harpunen in Strand­nähe auf die Jagd gehen. Die Unter­wasser­welt rings um Sar­dinien hat bere­its genug gelit­ten. Auch das Sam­meln und Beschädi­gen von Korallen ist streng ver­boten.