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Nuraghe Santu Antine und Nekropole Sant’Andria Priu

zur Karte der Umgebung mit den eingetragenen Sehenswürdigkeiten

Valle dei Nuraghi

Valle dei Nuraghi - Tal der NuraghenEigentlich heißt die Gegend seit langer Zeit „Campu di Cabu Abbas“ (Ursprung der Wasser).
Weil sich hier die Überreste von 32 Nuraghen befinden, kam mit dem Tourismus der Name „Valle dei Nuraghi“ (Tal der Nuraghen) auf.
Auf dem Foto ist der Nuraghe Oes zu sehen.
Die meisten Nuraghe sind kaum oder nur schwer zu erreichen. Der einzige für Touristen zugänglich gemachte ist Santu Antine.

Nuraghe Santu Antine

Nuraghe Santu AntineDie imposante Wehranlage ist eine der größten Sardiniens und lässt sich durchaus mit den Komplexen von Su Nuraxi und Palmavera vergleichen.
Mit dem Bau wurde etwa 1000 v. Chr. begonnen, wobei zunächst der Hauptturm errichtet wurde. In den folgenden Jahrhunderten kam die Wehrmauer mit den drei Ecktürmen hinzu.
Um den Nuraghe herum befanden sich die Rundhütten eines Dorfes, deren Grundmauern teilweise wieder ausgegraben wurden.
Die Gesamthöhe des Turmes betrug ursprünglich ca. 25 m, heute 17,50 m. Damit überragt Santu Antine alle anderen noch erhaltenen Nuraghe der Insel.

Nuraghe Santu Antine - InnenhofDer Komplex kann selbstständig besichtigt werden und beeindruckt besonders im Inneren mit seinen gewaltigen Dimensionen.
Als Baumaterial wurden grob behauene Basaltblöcke aus der näheren Umgebung verwendet.
Den besten Eindruck von der damaligen Leistung der Erbauer bekommt man, wenn man von der Wehrmauer in den Hof hinabblickt.
Es ist bewundernswert, wie präzise und in welcher Höhe die schweren Steinblöcke aufgeschichtet wurden. Immerhin ist der Turm über 3000 Jahre alt und steht heute noch.
Im Hof ist noch ein tiefer Brunnen erhalten, der bei Belagerungen die lebenswichtige Wasserversorgung sicherte.

Nuraghe Santu Antine, WehrgangVom Innenhof führen zwei Gänge zum gegenüber stehenden äußeren Wehrturm.
Diese Gänge sind künstlich beleuchtet – die einzigen Öffnungen nach außen sind schmale Schießscharten.
Im Stockwerk darüber befanden sich weitere Gänge. Heute sind sie nach oben offen, weil die Mauer im Lauf der Zeit ein Stück abgetragen wurde.

www.nuraghesantuantine.it/

Sant‘ Andria Priu

Sant' Andria Priu, domus de janasDie Nekropole aus Felsengräbern („Domus de Janas“) ist etwa 12 km vom Nuraghe Santu Antine entfernt.
Die Anlage zählt zu den schönsten Sardiniens und entstand zur Zeit der Ozieri-Kultur um 3500 – 2700 v. Chr.
Insgesamt besteht die Anlage aus 20 Grotten, die in den Trachytfelsen geschlagen wurden.

Die größeren Gräber wurden im Mittelalter als Kirchen genutzt und entsprechend mit Treppen, größeren Eingängen und Fensteröffnungen versehen.

Sant' Andria Priu , Il ToroÜber der Nekropole thront eine seltsame Figur, die den Namen „Il Toro“ erhielt.
Diese aus einem einzigen Trachyt-Block gehauene Figur stellte vermutlich einen Stier dar.
Man nimmt an, dass diesem heidnischen Götzen während des frühen Christentums der Kopf abgeschlagen wurde.

Sant' Andria Priu, FelsgrabDie „Tomba a Camera“ (Foto) wurde einer Hütte nachempfunden. Die Decke wirkt wie ein Giebeldach, das von zwei Pfeilern abgestützt wird.

Höhepunkt der gesamten Nekropole ist das „Tomba del Capo“ – das „Häuptlingsgrab“. Mit seinen 18 Kammern ist es das größte Grab der Anlage.
Aus der Zeit, in der es als Höhlenkirche genutzt wurde, sind noch Reste wunderschöner byzantinischer Wandmalereien erhalten.
Dieses Grab ist das einzige, das von Wärtern verschlossen wird. Es kann nur im Rahmen einer kleinen Führung besichtigt werden und fotografieren ist hier streng verboten.

www.santandreapriu.com/

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