Karten

Karten von Sardinien

Gute Karten sind wichtig

Eine Übersichtskarte zu den Sehenswürdigkeiten auf Sardinien finden sie hier.

Gutes Kartenmaterial ist für ein Kennenlernen der Insel unbedingt erforderlich.
Auch ein Navigationssystem kann eine Karte nicht bei der Urlaubsplanung ersetzen, weil diese Geräte in erster Linie Bezug auf das Straßennetz nehmen, während auf guten Karten auch das Gelände und die Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind.
In den letzten Jahren wurde auf Sardinien so viel in den Straßenbau investiert, dass die Herausgeber von Straßenkarten mit dem Aktualisieren kaum hinterherkommen.

Die meiner Meinung nach mit Abstand beste Straßenkarte von Sardinien ist „Sardegna“ vom TCI (Touring Club Italiano) Blatt 15, aus der Reihe „Grandi carte d’Italia“ im Maßstab 1:200000.
Sie wird regelmäßig aktualisiert, enthält auch kleine Nebenstraßen und stellt die Ortschaften nicht nur als Punkt, sondern in ihrer flächenmäßigen Ausdehnung dar.
Die landschaftlich besonders schönen Strecken sind grün hervorgehoben, Sehenswürdigkeiten wie Nuraghe und einsame Kirchen sind genau eingezeichnet.
Bei der Routenplanung sollten Sie genau hinsehen, weil hier auch unbefestigte Straßen eingezeichnet sind, deren Kennzeichnung nicht immer gleich auffällt.

Sollten Sie öfter nach Sardinien reisen, dann heben Sie sich auch die alten Karten gut auf. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in aktualisierten Neuauflagen nicht immer alle Nebenstraßen der alten Auflage verzeichnet sind – obwohl diese natürlich noch existieren.

Ähnliche Karten sind:

MARCO POLO Karte Sardinien 1:200 000 oder
Sardinien Nr. 16 Regionalkarte Italien 1:200 000 (Kümmerly+Frey)

Von Sardinien gibt es nur wenige ausführliche Wanderkarten. Für gelegentliche Touren sind die in den Wanderführern enthaltenen Karten gut geeignet.
Inzwischen bietet der Kompass-Verlag sehr schöne Wanderkarten-Sets von Sardinien an. Diese Sets sind in drei Regionen (Nord, Mitte, Süd) eingeteilt und enthalten jeweils 4 Karten.
Einige Touristenbüros bieten auch kostenlose Wanderkarten der näheren Umgebung an. Oft sind auf diesen Blättern interessante Sehenswürdigkeiten eingetragen.

Für Wanderungen ohne Führer ist auf Sardinien ohnehin ein guter Orientierungssinn und der sichere Umgang mit Karte und Kompass oder GPS notwendig.

App für OpenSteetMap

App für OpenStreetMap

Für die GPS-Geräte gibt es kostenlose Downloads der Karten von OpenStreetMap.
Da diese Karten unter einer offenen Lizenz zur Verfügung stehen, gibt es inzwischen verschiedene Anbieter, die aus den Daten ihre speziellen Karten gestalten.
Ich nutze auf meinem Garmin am liebsten die Karten der Website Freizeitkarte.

Von OpenStreetMap gibt es auch verschiedene Apps für Ihr Smartphone.
Während Google Maps sich hauptsächlich auf das Straßennetz bezieht, sind hier auch die meisten Wanderwege und viele Details eingezeichnet.
Der größte Vorteil besteht jedoch darin, dass man sich die Karten abspeichern kann und diese dann auch offline funktionieren.
Gerade in abgelegenen Gebieten ohne Mobilnetz ist das natürlich sehr angenehm.

Stadtpläne der größeren Städte erhalten Sie gratis in den Touristenbüros vor Ort.

Tipp: Wenn Sie in Ihrem Fahrzeug ein Navigationssystem benutzen, geben Sie bei den Routenoptionen möglichst nie die „kürzeste Route“ ein. Je nach Gerät kann es nämlich passieren, dass Sie über unbefestigte Nebenstraßen (strade biance) geleitet werden, die für normale Pkw ’s oder Wohnmobile eine echte Herausforderung sind. Zeit würden Sie also dabei nicht sparen.
Hinzu kommt noch, dass es auf vielen Strecken in den Bergen zwar keine Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, aber selten mehr als 50 km/h möglich sind. Das Navi berechnet nun die Stecke mit 90 km/h und führt Sie auf die kurvenreichen Nebenstraßen.
Gerade bei längeren Fahrten ist das sehr nervig. Nach einem Vergleich mit der Karte können Sie dann durch die Eingabe von Zwischenzielen eine optimale Route wählen.