Mit dem Trenino Verde von Arbatax nach Sadali

zur Karte der Strecke mit den eingetragenen Sehenswürdigkeiten

die roten Klippen von ArbataxDieser Ausflug ist sehr zu empfehlen. Vor allem für Kinder ist die Fahrt mit der Eisenbahn ein tolles Erlebnis.
Die Tour wird auch als Komplettpaket verkauft – inkl. Betreuung durch einen Führer in Sadali, Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten und einem typisch sardischen Mittagessen.
Buchungen für die Schmalspurbahn können Sie im Bahnhof von Arbatax vornehmen.
In unmittelbarer Nähe liegen auch die berühmten roten Klippen (Foto).

Wenn Sie Ihre Unterkunft nicht in der Nähe von Arbatax haben, dann schauen Sie doch einmal in den Ferienorten an den Buden für „Escursioni“ vorbei. Hier wird der Pauschalausflug ebenfalls häufig angeboten, wobei auch noch der Bustransfer zur Bahn und zurück im Preis inbegriffen ist.
Die Einstieghaltestelle ist selten Arbatax, sondern eine Station auf der Strecke.

am Bahnhof von ArzanaViele Bahnstationen sind komplett geschlossen. Manche wurden liebevoll renoviert und dienen als Bar (wie hier in Arzana), wo man neben Essen und Trinken auch Informationen über den Trenino Verde erhalten kann.

Wenn Sie an einer solchen Station unterwegs zusteigen möchten, ist eine telefonische Platzreservierung notwendig. Die Züge sind in der Saison restlos voll.
Infos und Telefonnummern finden Sie auf der Homepage von Trenino Verde.
Auch die Touristenbüros in den größeren Städten helfen Ihnen gern weiter.

am Bahnhof von SeuiDer Bestand an Lokomotiven, Triebwagen und Waggons ist bei den sardischen Schmalspurbahnen sehr bunt gemischt.
Wenn es, wie hier an der Station von Seui, zu einer Begegnung der unterschiedlichen Typen kommt, schlägt natürlich jedem Eisenbahnfan das Herz ein wenig schneller und es wird viel gefilmt und fotografiert.
Der Bahnhof von Seui ist schön restauriert worden.

mit dem Trenino Verde durch SeuiDie Bahnhöfe sind zwar nach Orten benannt, liegen aber häufig etliche Kilometer von diesen entfernt.
Dass die Stecke – so wie hier in Seui – direkt durch den Ort verläuft, ist eher selten.
Wenn Sie also die Bahn als Zubringer für größere Unternehmungen oder Wanderungen nutzen wollen, ist es besser, sich vorher gründlich zu informieren. Oft hilft auch schon ein Blick auf eine detaillierte Karte.

mit dem Trenino Verde durch die Berge der Barbagia

Als die Schmalspurstrecken auf Sardinien Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurden, wurden die Baugesellschaften nach laufenden Kilometern entlohnt.
Das hatte zur Folge, dass die Strecken entsprechend lang wurden. Tunnel und Brücken sind eher selten.
Die Gleise verlaufen in endlosen Kurven an den Berghängen entlang in die Täler hinein und dann auf der anderen Talseite wieder zurück.
Natürlich dauert eine Fahrt jedes Mal sehr lange und so haben die Schmalspurbahnen als reines Transportmittel schon seit langem keine Bedeutung mehr.
Dafür macht die Streckenführung heute den Trenino Verde für Touristen so reizvoll.

Trenino VerdeWenn Sie einen empfindlichen Magen haben, ist es vielleicht angebracht, vor einer Fahrt etwas gegen Übelkeit einzunehmen.
Die Lokführer beschleunigen und bremsen ununterbrochen, auch sind die Kurven teilweise recht eng.
Außerdem ist das Gleisbett ziemlich ausgeleiert, so dass die Waggons ständig hin- und herschaukeln. Man kann dies an der Schräglage des Wagens auf dem Foto ganz gut erkennen.
Die Federung der alten Wagen ist natürlich auch nicht besonders komfortabel.

Ständig wird repariert und erneuert. Immer wieder liegen in großen Haufen die ausgetauschten Eisenteile der Gleise neben der Strecke.

mit dem Trenino Verde durch den Die Schienen verlaufen durch faszinierende Bergregionen, die Sie mit dem Auto nie erreichen könnten.
Straßen bekommen Sie während der Fahrt nur selten zu sehen. Dabei fährt der Trenino Verde wirklich durch spektakuläre Landschaften, die manchmal eher an den Wilden Westen erinnern.

Wenn Sie während der Fahrt fotografieren möchten, hier noch ein paar Tipps:
Suchen Sie sich in Richtung Sadali einen Fensterplatz an der linken Seite (in Fahrtrichtung gesehen) – bei der Rückfahrt nach Arbatax dann an der rechten Seite. Hier haben Sie die besten Ausblicke.
Durch das ständige Schaukeln des Zuges sind sehr kurze Belichtungszeiten nötig, ansonsten verwackelt alles. Auch die Bildstabilisatoren der modernen Kameras kommen hier nicht mehr mit.
Falls Ihre Kamera das zulässt, wählen Sie eine hohe ISO-Empfindlichkeit, öffnen die Blende voll und stellen die Zeitautomatik ein.